nature minds

nature minds, eine Initiative für mehr Naturwahrnehmung und weniger Ressourcenverbrauch in einer modernen Gesellschaft.

navama startet mit nature minds eine neue Initiative. In einer Kooperation mit dem Sonderforschungsbereich 1369 Vigilanzkulturen der LMU München, geleitet von Prof. Dr. Arndt Brendecke, analysiert navama historische Texte, Karten und Bilder im Kontext Naturwahrnehmung und Naturnutzung. Die historisch anthropologische Sicht auf Normen, Werte und Nutzungsformen von Natur und deren Wandel soll dazu beitragen, die aktuellen Handlungs- und Wahrnehmungsweisen über Natur besser zu verstehen.

Die historischen Untersuchungen für nature minds werden durch Computer gestützte Textanalysen ergänzt. Damit erweitert navama seine Kompetenz in „Data Analytics“ auf historische Texte und setzt einen neuen Akzent in seinen zentralen Aktivitäten für den Naturschutz. Die Arbeiten konzentrieren sich zunächst auf die Schwerpunkte der Naturraumnutzung im Spannungsfeld zwischen Gemeinnutz und Eigennutz in der frühen Neuzeit und der beginnenden Transformation von Allmenden. Des weiteren werden die Naturwahrnehmung in Reiseberichten einschließlich der Belletristik für das Alpenvorland und seinen Flusslandschaften im 18. und 19. Jahrhundert untersucht. Der räumliche Kontext ist das Alpenvorland mit den Flüssen Isar, Ammer, Lech und Wertach.

In Zusammenarbeit mit Studierenden werden Historische Untersuchungen im Bezug zu aktuellen Umweltfragen und Möglichkeiten des gesellschaftlichen Wandels erarbeitet und weiter entwickelt.

Auf venGo werden kontinuierlich Ergebnisse der Textrecherchen in kleinen Artikeln als „Schmankerl“ der historischen Reisen durch das Voralpenland zwischen Isar und Wertach veröffentlicht.

Die Arbeiten für nature minds werden in Teilen vom Bundesamt für Naturschutz im Rahmen des Verbundprojektes Alpenflusslandschaften: Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze bis September 2020 gefördert.

Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit dem Sonderforschungsbereich Vigilanzkulturen und Prof. Dr. Brendeckes Team am Historischen Institut der Ludwig Maximilians Universität München. Wir sind davon überzeugt, dass diese Kooperation mit der „Geschichte“ neue Möglichkeiten und Wege zu einem tieferen Verständnis von Naturwahrnehmung und Naturnutzung eröffnet. Wir gehen davon aus, dass sich aus diesem Startpunkt einer interdisziplinären Kooperation zwischen Technik – Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft im Dialog mit Studierenden weitere Wachstumspotentiale entwickeln lassen und sich dadurch neue Impulse für einen ökologisch dringend gebotenen Normenwandel ergeben.